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Osterseminar Yoga nach Selvarajan Yesudian und Elisabeth Haich Yogaschule Rolf Heim Sekretariat: Schöneggstr. 15, CH-9404 Rorschacherberg Telefon: 0041 (0)71 855 38 52; E-Mail: rolfheim@yogaschulen.ch , www.yogaschulen.ch |
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Meditation Was ist Meditation? S. Yesudian schreibt in seinem Buch "Selbsterziehung durch Yoga" im Kapitel über Meditation: Was ist Meditation? Es ist das unaufhörliche Streben nach der Verwirklichung unseres wahren SELBST. Es ist das Vorwärtsgehen auf dem inneren Weg des Geistes, bis dessen Quelle erreicht ist. Es ist das Hinabtauchen in die Tiefen unseres Seins, um die Ursache unserer Existenz zu erkennen. Es ist das Erreichen der letzten inneren Wirklichkeit. Es ist Wachen und Beten, denn das Himmelreich ist nahe". Es ist das Wissen und die Erfahrung, dass wir die lebendigen Tempel des Heiligen Geistes, oder Gottes, unseres wahren SELBST sind. Meditation heisst das Bewusstsein nach innen richten, um die Quelle aller Lebensoffenbarungen zu finden. Meditation führt zu einem Seinszustand. Meditation führt zur Erlangung, Erfüllung und Verwirklichung des Höchsten, Edelsten, Grössten; sie führt dazu, das ersehnte höchste Ziel des Lebens zu verkörpern.
Wir sind Teile des Ganzen Denn auch die Teile des Weltalls stehen untereinander in Verbindung. Das Kalzium unseres Körpers ist auch im Meer enthalten. Wir haben es aus dem Meer mitgebracht, denn unser Leben entstammt dem Meer. Und das Kalzium unseres Körpers und des Meeres ist auch in den Sternen und in den interstellaren Ozeanen, aus denen die Sterne hervorgegangen sind, vorhanden. Die Sterne sind eine Konzentration der schwachen Materie der interstellaren Räume und sind aus ihnen hervorgegangen wie wir aus dem Meer. In Wirklichkeit sind die interstellaren Räume und die Räume zwischen den Milchstrassen ja auch nicht leer. Das ganze Weltall besteht aus der gleichen Materie, die nur mehr oder weniger verdünnt oder konzentriert ist, so dass der ganze Kosmos eigentlich ein einziger Körper ist. Die Elemente von den Meteoriten, die von den entferntesten Sternen kommen, sind die gleichen wie die unseres Planeten und wie die unseres Körpers. So sind wir praktisch aus den Sternen gemacht, oder wie man auch sagen könnte, das ganze Weltall besteht aus unserem eigenen Fleisch. Ernesto Cardenal *1925, Theologe und Poet aus Nicaragua |
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Wie meditieren? Bei der Meditation stellt sich oft die Frage, wohin man sich konzentrieren soll. Die Einen empfehlen sich auf Hara zu konzentrieren und dort verankert zu bleiben, andere wiederum sind der Ansicht, ein Punkt zwischen den Augen oder vor den Augen, in der Nasenspitze, im Scheitel, im Rückgrat zwischen den Schulterblättern, in den Chakren usw. bringe den besten Fortschritt. Die Techniken und Methoden sind unüberblickbar. Es gibt Intensivkurse, wo bis zu 8 Stunden am Tag, während 9 Tagen meditiert wird. Es gibt Anweisungen, wie auf den Atem zu achten ist, welche Vorbereitungen getroffen werden sollen, auf welche Vorgänge im Körper das Augenmerk zu richten ist usw.. Die Methoden und die angestrebten Ziele sind so mannigfaltig, wie Sand am Meer. Die Meditation, wie wir sie hier praktizieren, ist keine Technik und keine Methode. Es braucht auch keinen Kurs um das Einschlafen zu lernen. Wir sitzen gerade und lenken unser Bewusstsein einfach vom Kopf ins Herz hinein; das heisst, wir reduzieren unsere Verstandestätigkeit. Es bedeutet aber nicht, dass wir uns streng auf das Herz konzentrieren, sondern eher, dass wir in unsere Mitte gehen und den Seinszustand erleben; einfach nur noch „sind“. Angelius Silesius drückte es so aus: „Will ich mein letztes End und ersten Anfang finden, so muss ich mich in Gott und Gott in mir ergründen. Und werden das was er; ich muss ein Wort im Wort, ich muss ein Schein im Schein, ein Gott im Gotte sein.“ Er hat erfahren, dass nur das Einssein mit allem, was existiert zum wahren Wesen des Seins, zum Selbst, zu Gott führt. Um dieses Sein zu erleben müssen wir nichts erreichen, wir müssen uns zu nichts entwickeln und uns auf nichts konzentrieren, weil wir es selbst sind. Rolf Heim Wenn wir einsehen, dass das Leben ein endloser Traum ist, dann allein vermag uns sein Zauber nicht mehr zu fesseln, dann erst befreien wir uns aus dem Gefängnis, das die Umstände rings um uns aufgerichtet haben. Die Schuppen fallen von unseren Augen und wir erblicken die Wahrheit, dass wir Geist sind, der sich nicht wandelt, Geist, der nicht zerfallen, der nicht sterben kann, dass wir das ewige, allmächtige Leben sind. Selvarajan Yesudian |
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Vergeistigung Selvarajan Yesudian sprach oft: „Ich bin Geist, mein Körper ist Geist, ich vergeistige meinen Körper, ich vergeistige mein Leben.“ Für viele Menschen ist es schwer, sich darunter etwas vorzustellen. Wir sind es nicht gewohnt, uns in geistigen, also feistofflichen Dimensionen zu bewegen – oder etwa doch? Für uns ist die Welt der materiellen Erscheinungen am realsten. Wenn aber etwas darüber hinaus geht, werden wir schnell skeptisch oder sogar ablehnend, weil wir damit nicht vertraut sind. Die Physik sagt, dass alles Energie, alles Schwingung ist. Die Chemie lehrt, dass auch die härteste Materie im Grunde genommen löcherig wie ein Emmentalerkäse ist. Es ist alles eine Frage der Betrachtungsweise – mit welchen Sinnen und aufgrund welcher Erkenntnis etwas betrachtet wird. Wenn Yesudian empfiehlt, das Leben zu vergeistigen, ist der Eine oder Andere geneigt, diese Aussage als etwas abgehoben zu betrachten, als „Hokuspokus“ abzuwerten. Ob wir wollen oder nicht, wir vergeistigen unser Leben sowieso. Alles was wir tun, hat seinen Ursprung in den Gedanken. Das bedeutet, selbst alltägliche Dinge wie aufstehen, sich ankleiden, waschen, Zähne putzen, zur Arbeit gehen oder was auch immer wir tun, wir stellen es uns zuerst geistig vor und dann setzen wir es in die Wirklichkeit um. Das ist überhaupt kein mystischer oder esoterischer Vorgang, sondern alltägliches Leben. Insofern sind wir geistige Wesen, denn das was man von uns sieht und was wir tun ist nur ein verschwindend kleiner Teil, vergleichbar mit der Spitze eines Eisberges. Dieses meist unbewusst ablaufende Leben kann Yesudian nicht gemeint haben. Vielmehr geht es um das Bewusstsein, dass wir als geistiges Wesen im Körper tätig sind. Viele Menschen identifizieren sich mit dem Körper und mit der Materie. In der Materie hat alles seine feste Form und seine Grenzen und deshalb sind solche Menschen in der Materie gefangen. Das ist Maya, der über alles gebreitete Schleier der Täuschung, der uns glauben lässt, dass alles Materie sei. Die Identifikation mit der Materie geschieht sehr leicht. Bereits Wünsche, viel Arbeit, Verliebtheit, Besitz, Genuss, Pflichten, Aufgaben und Leidenschaften genügen, um materiell ausgerichtet zu sein. Was Yesudian meint ist, dies alles zu tun, aber aus dem Bewusstsein seines eigenen, geistigen Wesens heraus zu wirken. Betrachten wir eine Pflanze. Zuerst ist der Topf voller Erde und die Pflanze noch klein. Mit der Zeit stellen wir fest, dass der Topf nur noch halb mit Erde gefüllt ist und Wurzeln die restliche Hälfte durchdringen. Die Pflanze hat diese schwere, braune Erde in Blätter und Wurzeln umgewandelt, sie transformiert, also gleichsam vergeistigt. Dies ist die Lehre von Yesudian: mit unserem Bewusstsein die Arbeit, den Körper und überhaupt das ganze Leben zu durchdringen, gleichsam zu transformieren und zu vergeistigen. Wie? Indem wir aus der Mitte unseres Wesens, aus dem Herzen heraus wirken: „Ich bin Geist, mein Körper ist Geist, ich vergeistige mein Leben.“ |
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Schweigen trägt die Wahrheit Es ist unmöglich, Gott ausserhalb unserer selbst zu finden. Unsere eigenen Seelen geben uns alles Göttliche, das sich ausserhalb von uns befindet. Wir sind der größte Tempel. Die konkrete Vergegenständlichung ist nur eine schwache Nachahmung dessen, was wir in uns selbst sehen. Konzentration der Mächte des Bewusstseins ist unser einziges Instrument, das uns hilft, Gott zu sehen. Kennst du eine Seele (deine eigene), dann kennst du alle Seelen, vergangene, gegenwärtige und zukünftige. Das konzentrierte Bewusstsein ist eine Lampe, die uns jeden Winkel der Seele zeigt. Wahrheit kann nicht partiell sein, sie ist für das Wohl Aller! Meditiere über Sie schließlich in absoluter Stille und Frieden, konzentriere dein Bewusstsein auf sie, vereinige dich mit ihr. Dann ist kein Sprechen notwendig, Schweigen wird die Wahrheit tragen. Verwende deine Energie nicht zum Sprechen, sondern meditiere in Stille und lass dich von der Eile der äusseren Welt nicht stören. Wenn sich dein Bewusstsein im höchsten Stadium befindet, wirst du ihrer nicht bewusst sein. Schweigend sammle Macht und entwickle dich zu einer Kraftmaschine der Spiritualität! (VII. 59-61) Aus Meditation von Vivekananda, Verlag Hinder + Deelmann Ehrfurcht vor dem Geheimnis des Unergründlichen
Daher gilt:
Das Wesen erschaut, wer wunschlos zum
Herzen der Dinge strebt; Wesen und Gestalt sind nur begrifflich gespalten, geheimnisvoll bleibt ihrer Einheit Grund. Diese Einheit ist das Geheimnis der Geheimnisse, zu allem Unergründlichen erst das Tor. Konfuzius Weihnachtsseminar , Weihnachtsgechichten und www.yogaseminare.ch |